Grüne Kahl

Ortsverband

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Unsere zweite grüne OV-Sitzung in diesem Jahr findet am Donnerstag, den 2. Februar, statt.
Wir treffen uns ab 20 Uhr im Hinterraum der Trattoria Toskana, Am Christner See 2.
 
Vormerken: 10.3.2016 - Bei der März OV wird der MdL Thomas Mütze zu Gast sein. Wir freuen uns mit ihm aktuelle politische Fragen zu diskutieren, sowie mehr von der ganz alltäglichen Arbeit im bayrischen Landtag zu erfahren. 
 
 
Aktuell sieht die Tagesordnung am 4.2. so aus:
 
1. Ausbau Freigerichter Strasse 
2. Geplanter Vortrag von Herr Lux in der VHS am 26.2.2016
3. Neues aus dem Gemeinderat
4. Rückblick Neujahrsempfang in Goldbach mit Katrin Göring-Eckardt
5. Vorbereitung Besuch des MdL Thomas Mütze zum OV am 10.3.
6. Sonstiges
 
Anbei auch das kurze Protokoll zum Januar-Treffen im Dorfplatz.
 
Wir freuen uns auf Euch!
Katharina, Regina und Volker
 
P.S. Bitte schon mal Freitag, den 26. Februar, vormerken. Der Leiter der VHS, Herr Lux, wird mit vielen Fotos von einer Reise vor rund 15 Jahren durch Syrien und den Libanon berichten. Inzwischen sind die meisten dieser bereisten Städte Kriegsgebiet bzw. wurden einige der weltbekannten kulturhistorischen Stätten zerstört. Siehe Text in der Anlage.
 

Eine Informationsveranstaltung zum Thema „Krieg in Syrien“

Die größte Flüchtlingsbewegung der Welt seit dem Zweiten Weltkrieg

 

Kein Stuhl war mehr frei im evangelischen Gemeindehaus in Kahl, welches mit etwa 60 Zuhörern gut gefüllt war, als Martin Glasenapp, Syrien-Referent von medico international, über den Krieg in Syrien und die Situation vor Ort auf einer Informationsveranstaltung vom Ortsverband Bündnis 90 / Die Grünen berichtete.

Nach einführenden Worten der Vorstandssprecherin Regina Krebs verlas Fraktionsvorsitzende Sylvia Hein das Grußwort von Pfarrer Christian Riewald, das von der Heiligen Familie und der Flucht von Maria, Josef und Jesus vor dem Despoten Herodes handelte. Stellvertretend für Bürgermeister Seitz richtete Dieter Duzak in seiner Funktion als 3. Bürgermeister das Wort an das Publikum. In seinen persönlichen Worten war unter anderem die Rede von seiner eigenen Familie, die damals aus Schlesien flüchtete und von in Deutschland lebenden Menschen, für die Flucht und Vertreibung zur Familiengeschichte gehören.

Glasenapp berichtete, dass die mit dem Aufstand gegen das Assad-Regime (Arabischer Frühling 2011) geweckte Hoffnung auf eine zivile und demokratische Entwicklung Syriens in einem immer grausamer werdenden Bürgerkrieg zerrieben worden ist. In Syrien selbst, aber auch in den angrenzenden Ländern, betrifft die gegenwärtig größte humanitäre Katastrophe viele Millionen Menschen. Er erläuterte anhand einer farblich gekennzeichneten geographischen Karte die Einflussgebiete der unterschiedlichen Gruppierungen in und um Syrien. Kobane im kurdischen Gebiet spielt hierbei eine zentrale Rolle zur Verdrängung des IS (Islamischer Staat) mit dem Ziel einer kurdischen Selbstverwaltungszone nach dem Vorbild einer multiethnischen und demokratischen Gesellschaft.

Mittlerweile sind viele europäische und nicht europäische Länder mittelbar in den Konflikt involviert. Viel bedeutsamer ist jedoch der tobende Krieg selbst, in dem die Syrerinnen und Syrer die Opfer sind. Mittlerweile sind 70 Prozent der Krankenhäuser im Land zerstört und die Gesundheitsversorgung in den von oppositionellen Rebellen kontrollierten Regionen ist fast vollständig zusammen gebrochen. Das ehemals führende Universitätssystem auf dem Gebiet der Medizin im Nahen Osten existiert praktisch nicht mehr, das Bildungssystem ist durch den Krieg an vielen Orten erodiert. Syrien befindet sich damit in einem "Zustand der Entzivilisierung", so Glasenapp. Das öffentliche Leben teilt sich in die Regionen unter Kontrolle der Regierung und die Zonen der Rebellen. In den einen wird sich bemüht die Imagination eines „Normalzustandes“ herzustellen, in den oppositionellen Gebieten herrscht offener Krieg. Mittlerweile sind von 22 Millionen Syrern 13 Millionen auf der Flucht, davon 8 Millionen im eigenen Land. Ein Auslöser für die Flüchtlingsströme ist u.a. die Kürzung der Hilfe für syrische Flüchtlinge in den Anrainerstaaten aufgrund von Geldmangel im Rahmen des Welternährungsprogramms der UN.

Präsident Baschar al-Assad präsentiert sich nichts desto trotz als Garant einer staatlichen Ordnung, eines "alten Syriens", das zwar als „Warlord-Staat“ nicht mehr in der Lage ist, die Sicherheit seiner Bürgerinnen und Bürger zu garantieren, aber vielen Menschen berechenbarer erscheint als die ungewisse Zukunft und die radikalreligiösen Rebellenmilizen. Was mit der finanziellen Unterstützung der Türkei durch 3 Milliarden Euro für die Flüchtlingshilfe geschieht, ist nicht wirklich transparent. Offenbar plant die Türkei den Aufbau einer syrischen Sicherheitszone mit militärischer Absicherung in Syrien. Eine politische Lösung ist umso dringlicher, nicht zuletzt auch, weil es noch immer Selbstmordattentate in den kurdischen Gebieten gibt, die ihrerseits die Idee eines dezentralen Syriens bedrohen.

Die Möglichkeit zur Flucht nach Europa und die damit verbundenen Kosten sind oftmals nur den Angehörigen der Mittelschicht vorbehalten. Mit dem Verlust der Bildungselite wird die fehlende Perspektive im Land noch deutlicher. Die armen überwiegend sunnitischen Einwohner aus den ländlichen Regionen haben oftmals nicht die Mittel zur Flucht nach Europa. Ohne Perspektive, d.h. ohne ein intaktes gesellschaftliches Gefüge, schwindet für alle Flüchtigen ebenfalls die Perspektive auf eine Rückkehr in die Heimat. Durch die größte Flüchtlingsbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg hat sich der Syrienkonflikt in dem er nach Europa getragen worden ist quasi globalisiert und damit - falls es eine zeitnahe Lösung in Syrien geben sollte – vielleicht die Möglichkeiten für die erfolgreichste „Friedensbewegung“ der jüngeren Zeit geschaffen.

Nach dem etwa 1 ½-stündigen Vortrag von Martin Glasenapp stellte das Publikum weitere Fragen und ein ebenfalls unter den Anwesenden in Deutschland lebender Syrer legte seine Einschätzungen dar und berichtete von seinem früheren Leben ins Syrien.

Der Ortsverband von Bündnis 90 / Die Grünen veranstaltet seit drei Jahren am Tag der Menschenrechte eine Informationsveranstaltung mit lokalem Bezug. Das diesjährige Thema war inspiriert davon, weil im nächsten Frühjahr 150-200 Flüchtlinge, vorwiegend aus Syrien, in Kahl erwartet werden.

Die nächste Ortsversammlung von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Kahl am Main, findet am Donnerstag den 3. Dezember 2015 um 20 Uhr im Restaurant Helena in der Mainstraße 5 statt. Es ergeht herzliche Einladung

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Liebe Kahlerinnen, liebe Kahler,

die Klimakrise und ihre Folgen sind längst bei uns angekommen. Dürre, Hitze, Starkregen und Stürme nehmen zu. Unsere Gemeinde knackte im vergangenen Jahr mit 40,4 Grad den Hitzerekord in Bayern. Sturmtief "Bernd" fegte mit Windstärke 10 über Kahl hinweg und richtete innerhalb von Minuten schwere Schäden an. Das wirkt sich nicht nur auf die Natur, sondern auch auf unsere Gesundheit und die Zukunft unserer Kinder aus. Klimaschutz hat deshalb nach wie vor für uns GRÜNE oberste Priorität - und das nun schon seit 40 Jahren!

Weitere Themen, die uns vor große Herausforderungen stellen, betreffen unser Zusammenleben als Gemeinschaft: der demographische Wandel, Betreuungskonzepte für Jung und Alt, bezahlbares und trotzdem lebenswertes Wohnen, aber auch der Umgang mit Denjenigen, die einfache und in der Geschichte gescheiterte Antworten auf komplexe Fragen geben.

Wir wollen leidenschaftlich für den Klimaschutz kämpfen, unsere Natur beschützen und für eine gerechte Gesellschaft eintreten - optimistisch, mit Kompromissen, mit einer klaren politischen Haltung und vor allem: gemeinsam mit Ihnen!

Veränderungen sind möglich, auch hier in der Gemeinde Kahl, dazu braucht es starke GRÜNE.

Wählen Sie am 15. März 2020 Liste 2 Bündnis 90 / DIE GRÜNEN (GRÜNE) mit all Ihren 20 Stimmen. Nur so können wir unsere Ideen verwirklichen.

Vielen Dank!

Hier finden Sie unser Kurzprogramm im Kommunalwahlflyer

Im folgenden finden Sie unsere 8 Punkte für Kahl:

Für den Wald nach Berlin: Niklas Wagener

Neue Zeiten Neue Antworten

Antragsübersicht Gemeinderat 2014-2019

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